Moerser Tafel retten – Stadt muss jetzt handeln
Moers/Kreis Wesel 15.02.2026
Die DKP und die Fraktion Die Linke Liste im Rat der Stadt Moers fordern die Stadtverwaltung auf, unverzüglich konkrete Schritte zur Sicherung der Moerser Tafel einzuleiten.
Die Tafel versorgt regelmäßig rund 2.000 Menschen in etwa 600 Haushalten mit Lebensmitteln. Durch die Kündigung der Räumlichkeiten an der Wittfeldstraße zum 31. Dezember 2026 und die bisher erfolglose Suche nach Ersatzflächen ist diese lebenswichtige Versorgung akut gefährdet.
Wolfgang Klinger, sachkundiger Bürger im Sozialausschuss und sozialpolitischer Sprecher der Linken Liste, betont:
„Die Moerser Tafel ist ein unverzichtbarer Baustein im Kampf gegen Armut. Ein Wegfall der Versorgung würde unmittelbar Hunderten Menschen in unserer Stadt schaden. Die Stadt darf nicht tatenlos zusehen – wir erwarten jetzt kurzfristige, konkrete Hilfe.“
Betroffen sind nicht nur 2000 Menschen in Moers, sondern das Verteilzentrum für insgesamt 14 Tafeln am Niederrhein. Rund 20.000 bis 25.000 Bedürftige hängen an dieser Struktur.
„Der Fall Moers steht exemplarisch für den wachsenden Druck, unter denen soziale Hilfsstrukturen derzeit stehen.“
Forderungen der Linken Liste und der DKP:
- Bereitstellung städtischer Ersatzflächen oder verbindliche Angebote für geeignete Immobilien
- Kurzfristige Übergangslösungen (z. B. Container, Gemeindehallen, Kooperation mit Vereinen), damit die Ausgabe ohne Unterbrechung weiterläuft
- Mietzuschüsse und logistische Unterstützung (Transport, Lagertechnik, Personalstunden) für die Dauer des Umzugs
- Einplanung von Haushaltsmitteln 2026 zur Finanzierung von Umzug, Ausstattung und Stabilisierung der Tafelarbeit
- Einrichtung einer Arbeitsgruppe (Verwaltung, Tafel, Fraktionen, zivilgesellschaftliche Träger) zur Entwicklung eines verbindlichen, langfristigen Konzepts zur Sicherung der Lebensmittelversorgung in Moers
Die Linke Liste Moers hat bereits zur Sitzung des Sozialausschusses am 2. Dezember 2025 einen Fragenkatalog eingereicht und erwartet von der Verwaltung transparente Informationen zum aktuellen Sachstand sowie konkrete Maßnahmenvorschläge.
Ein Wegfall der Tafel hätte gravierende soziale Folgen für einkommensschwache Haushalte in Moers und am Niederrhein – darunter Familien, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren sowie Geflüchtete. Für viele ist die Tafel die letzte verlässliche Anlaufstelle zur Sicherung der Grundversorgung.
